Isson

zeitgenössischer tanz
juli
21. & 22. & 23. & 24.
20:30h
grosser Saal

tickets kaufen
18/10 euro

tickets reservieren

 

Isson (2003/16)
Ein Solo für zwei Männer.

cie. toula limnaios

Das Motiv des Doppelgängers irritiert und fasziniert zugleich: Sein Auftauchen verwischt die Grenzen zwischen dem Ich und den Anderen. Der Doppelgänger hinterfragt Vorstellungen von Ähnlichkeit und Differenz, problematisiert das Subjekt und seine Identität. Das Stück wurde ursprünglich als Solo für zwei Frauen von Lena Meierkord und Toula Limnaios in zwei parallelen Welten synchron getanzt und wird nun von zwei männlichen Tänzern ihres Ensembles umgesetzt.

Isson ist den Kontrasten gewidmet, der Wirklichkeit und der Illusion, dem Licht und dem Schatten, der Unruhe und der Ruhe. Zwei Wirklichkeiten, die man nicht trennen kann. Der Traum ist nicht die andere Wirklichkeit, er gleitet über beide, erhellt oder verdunkelt sie. Schatten, eine düstere Zone, die von undurchsichtigen Körpern geschaffen wurde und die die Strahlen einer Lichtquelle bricht. Das Undurchsichtige stellt sich gegen das vorüberziehende Licht.
Jeder traurige und dunkle Gedanke ist ein flüchtiger und vorübergehender Gedanke, ein vergänglicher Gedanke der Angst. Jede Unruhe der Seele, jede schwarze Melancholie ist Illusion.

»Im Synchronen wird nicht Virtuosität demonstriert, sondern das Verschmelzen zweier Wahrnehmungszustände. Dieses auskomponierte Decrescendo ist eines der berührendsten, einleuchtendsten Schlussbilder im Tanztheater, das seit langen zu sehen war.«
(Tagesspiegel, Franz-Anton Cramer 2003)

konzept/ choreographie
Toula Limnaios
musik
Ralf R. Ollertz
tanz
Leonardo D’Aquino, Daeho Lee
lichtdesign
Klaus Dust
kostüme
Toula Limnaios
assistenz
Ute Pliestermann, Hironori Sugata
Lichttechnik
Domenik Engemann

2003
Tanz/Kreation

Lena Meierkord, Toula Limnaios

Produktion: cie. toula limnaios in Koproduktion mit dem Theater am Halleschen Ufer.